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Freddi Haus

Im Weiler Undalen steht ein weitgehend erhaltenes Bohlenständerhaus aus dem 16. Jahrhundert. Im Haus befindet sich der letzte Lehmofen im Kanton Zürich und es hat bis heute keinen Wasseranschluss. Seine letzte Bewohnerin Rosa Freddi verstarb 1978 und hatte seit ihrer Geburt 1885 in diesem Flarzhausteil gewohnt. Erst drei Jahre vor ihrem Tod liess sie im Haus auf Anraten des Arztes elektrischen Strom zum Betrieb einiger weniger Lampen installieren. Weiterhin mit Petrol zu hantieren in ihrem Alter und mit den Hindernissen des alten Holzhauses erschien ihm schlicht zu gefährlich. Man stelle sich nur vor, was hätte geschehen können, wäre sie einmal auf der steilen Treppe gestolpert.

Stube nach Rosa Freddis Tod

So ist das Haus bis spät ins 20. Jahrhundert mehr oder weniger in jenem Zustand verblieben, der schon Rosas Kindheit und Jugend geprägt hat. Und es ist heute für uns ein wunderbarer Zeuge der Zeit der Textilindustrie im Tösstal, als solche Häuser von Fabrikarbeiter*innen bewohnt wurden.

Die kantonale Denkmalpflege hat das Haus 1978 übernommen; renoviert wurde es nicht wirklich, man hat lediglich geräumt, schadhafte Teile ausgebessert und anschliessend das Haus mit Rosa Freddis Gegenständen wieder möbliert und ausstaffiert. Sie erzählen uns heute von ihrem ganzen, langen und entbehrungsreichen Leben einer Fabrikweberin.

Das Freddihaus kann in Führungen besichtigt werden, Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Gemeinde Bauma http://www.bauma.ch/de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/welcome.php?action=showobject&object_id=8906

Das Schlafzimmer mit der Werkbank